Wir alle suchen Ehrenamtliche für die unzähligen ehrenamtlichen Aufgaben in der handwerklichen Selbstverwaltung. Was, wenn wir Handwerkerinnen und Handwerker ab ihrer Ausbildung als potenzielle Ehrenamtliche betrachten und behandeln würden?
Viele Teilnehmende in den Seminaren der „Ehrenamtsakademie“ berichten: „Hätte ich in meiner Ausbildung schon mitbekommen, was die Selbstverwaltung ist und welche Ehrenämter es gibt, hätte ich mich früher engagiert.“ Die Übernahme von Ehrenämtern im Handwerk scheitert oft daran, dass potenzielle Ehrenamtliche gar nicht wissen, dass und welche Ehrenämter es in der Selbstverwaltung gibt. Gleichzeitig haben wir im Handwerk das Privileg, dass es bestimmte festgeschriebene Momente gibt, in denen die Verantwortlichen für das Ehrenamt den potenziellen Ehrenamtlichen begegnen und die Möglichkeit haben, Beziehungen aufzubauen und Akquise zu betreiben: In der Prüfung, bei der Lossprechung oder bei der Verabschiedung aus dem Amt als Ausbildungsbotschafter. Es gilt, die Verantwortlichen für diese Formate zusammenzubringen und bei der Akquise möglicher Ehrenamtlicher zu unterstützen.
Im Rahmen des Ehrenamtslabors „Wissen über das Ehrenamt“ tauschen wir uns zu Erfahrungen, Best Practices, Vernetzung und möglichen zukünftigen gemeinsamen Initiativen aus. Angesprochen sind Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus den Bereichen:
- Ausbildungsbotschafter im Handwerk
- Lehrlingsrolle
- Gesellen- und Meisterprüfung
- Ausbildungsbetriebe
- Bildungsstätten
- Kreishandwerkerschaften und Innungen
- Landesinnungs- und -fachverbände
Die verschiedenen Bereiche berichten aus ihrer Praxis in der Akquise von Ehrenamtlichen: Was läuft gut? Was braucht es, damit es besser läuft? Was sind Erwartungen aneinander?
In der Diskussion tragen wir die Ansätze zusammen, schaffen Verknüpfungen und entwickeln weitere Ideen für die Zukunft. Aus dem Erarbeiteten entsteht ein Leitfaden, den HANDWERK BW im Anschluss veröffentlicht.